CDU Ortsverband Wettringen
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Abgeordnete2004
Abgeordnete2003

Mehr erreicht als versprochen

Engelbert Rauen, CDU-Mitgliederversammlung 29.1.2004


Es war nicht meine Lebensplanung, aber ich habe die Entscheidung, die ich 1998 getroffen habe bisher nicht bereut, für das Bürgermeisteramt in unserer schönen Gemeinde Wettringen kandidiert zu haben. 1999 hat die CDU mit einer guten Mannschaft einen erfolgreichen Wahlkampf bestritten, die Wählerinnen und Wähler in Wettringen überzeugt und mit 63,5% bei der Gemeinderatswahl, mit 65,7% bei der Kreistagswahl und mit 74,9% bei der Bürgermeisterwahl eines der besten Ergebnisse erzielt, die von der CDU jemals in Wettringen bei Kommunalwahlen erreicht worden sind. 

Wir sind damals mit dem Slogan angetreten: "Damit Wettringen Spitze bleibt: CDU". Wir können heute sagen, wir haben nicht zuviel versprochen, wir haben dieses anspruchsvolle Ziel erreichen können. Während man sich auf Bundes- und Landesebene wenig darum schert, was man den Menschen vor den Wahlen verspricht, können wir feststellen: Wir haben alles gehalten, was wir versprochen haben und darüber hinaus noch einiges mehr erreichen können.

Ich möchte heute, nach gut vier Jahren im Bürgermeisteramt, Ihnen über die Arbeit der CDU und des CDU-Bürgermeisters seit 1999 berichten und mich dabei auf die folgenden Themenbereiche konzentrieren:

* Verbesserung der Verkehrsführung
* Förderung von Handel und Gewerbe
* Schaffung neuer Wohnbaugebiete
* Kommunale Politik für Kinder und Familien
* Ortskern, Einzelhandel und städtebauliche Entwicklung
* Freizeitangebote nicht nur für junge Menschen
* Investition in die Zukunft: Campingplatz und Regionale
* Umwelt, Energie und Landschaft
* Lebensqualität durch lebendige Dorfgemeinschaft 
* Bürgernahe und leistungsfähige Verwaltung
* Solide Finanzpolitik, niedrige Steuern und Gebühren
* Zusammenarbeit mit anderen - Einsatz für die Region



1. Verbesserung der Verkehrsführung

Bereits vor den letzten Kommunalwahlen hat die CDU als eine der ganz wesentlichen Aufgaben notwendige Verbesserungen insbesondere im Verkehrsbereich in Angriff genommen. Wir haben damals vor den Wahlen klar und deutlich gesagt, was wir tun werden: 
* Die Planungen für die Umgehungsstraße B70n voranbringen
* Mit dem Kreis Steinfurt die Westanbindung zwischen B70 und dem Gewerbegebiet bauen
* Die östliche Anbindung über die Händelstraße in der Trassenführung entscheiden und die Voraussetzungen für den Bau schaffen

In allen drei Zielen sind wir gut vorangekommen. Die Planungen für die B70n sind weitgehend abgeschlossen, die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf ist im Kabinettsvorschlag enthalten und wir haben die Unterstützung vieler für diese wichtige Umgehungsstraße gewinnen können (Hannelore Brüning, Jens Spahn, Thomas Kubendorff, Regionalrat Münster, Landesbetrieb Straßen NRW, Minister Horstmann). Nur durch permanentes Bemühen, durch rechtzeitiges Eingreifen und durch gute Kontakte sind wir entscheidende Schritte vorangekommen. Ich hoffe,zuversichtlich, dass Anfang 2005 das Planfeststellungsverfahren eröffnet wird und wir dann möglichst Ende 2006 mit dem Planfeststellungsbeschluss die Baureife erreichen können. Die B70n ist und bleibt das vordringlichste Verkehrsprojekt für Wettringen und Neuenkirchen. Wir werden weiterhin alles tun, damit diese Straße gebaut wird. Ich bin froh, dass wir in dieser Sache in völliger Übereinstimmung mit der SPD vor Ort über beide große Parteien Einfluss in Düsseldorf und Berlin nehmen können.

Die Westanbindung ist nach der Abwahl von Rot-Grün im Kreistag Steinfurt sofort von Landrat Kubendorff in den Straßenausbauplan übernommen worden. Planung und Bau sind zügig umgesetzt worden. Im Sommer 2002 rollten die Bagger an und im Frühjahr 2003 wurde die Straße mit einem großzügigen Kreisverkehr am Welbergener Damm fertiggestellt. Rund 1,2 Mio € wurden investiert. Sobald die B70n gebaut wird, verfügen wir dann über eine deutlich verbesserte Anbindung unseres Gewerbegebietes an das regionale und überregionale Straßennetz. Herzlichen Dank Thomas Kubendorff, Heinz Herwing und Herrn Selker sowie den Mitarbeitern des Straßenbauamtes in der Kreisverwaltung für die hervorragende Unterstützung!

Bereits wenige Wochen nach der Kommunalwahl 1999 haben wir im Rat entschieden, in welcher Trasse die östliche Entlastungsstraße von der B70 (Kreuzung Thiele / Heemann) bis zum Prozessionsweg verlaufen soll. Aus guten Gründen haben wir mit der weiteren Planung solange gewartet, bis die Aufnahme der B70n im Bundesverkehrswegeplan geklärt war. Unmittelbar danach - seit Mitte 2003 - haben wir dieses Projekt zielstrebig in Angriff genommen. Eine Förderung nach dem GVFG (Landes- bzw. Bundesmittel) ist uns für 2006 in Aussicht gestellt worden. In den vergangenen Monaten haben wir Gespräche mit den Altanliegern der Händelstraße über notwendige Lämschutzmaßnahmen geführt. Die Grundstücke für die neue Trasse sind im Eigentum der Gemeinde. Sobald die Grundstücksverhandlungen für die geplanten zwei Kreisverkehre erfolgreich abgeschlossen sind, werden wir nach einem entsprechenden Ratsbeschluss den Bau dieser Kreisverkehre in die Planung aufnehmen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir diese notwendige und den Ortskern entlastende Straße in etwa 3-4 Jahren fertigstellen können.

Wir konnten weitere wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsicherheit erfolgreich umsetzen:
* Kreisverkehr in Bilk an der L567 / K57
* Rad- und Fußweg über den Kreisverkehr zu den Häusern jenseits der K57
* Fußgängerüberweg an der Hügelstraße mit Hilfe des Landesbetriebes
* Verbreiterung des Gehweges an der B70 durch Abbruch des Hauses Lehmkuhl
* Querungshilfe auf der Burgsteinf. Straße für den Rad- und Fußweg am Poggenbach 
* Fußwege Rothenberger Str. zum Vogtshof, Meiering zum Gartenweg, Baugebiet Kümpers zur B70) 
* Einmündung von Rothenberger Str. in den Prozessionsweg
* Schulweg in Bilk (Einmündung in die L567)
* Neue Bushaltestellen im ganzen Gemeindegebiet
* Geschwindigkeitsmessgerät mit Warnhinweis

Außerdem haben wir in den vergangenen 5 Jahren mehr als 500.000 € in den Ausbau und die Unterhaltung der Wirtschaftswege investiert. Dies ist sicherlich nicht genug, hat aber unser Wegenetz deutlich verbessert.


2. Förderung von Handel und Gewerbe

Gute Verkehrsanbindungen sind heute von entscheidender Bedeutung auch für die wirtschaftliche Entwicklung und für die Lebensqualität in einer Gemeinde. In der Sozialen Marktwirtschaft haben die staatlichen Ebenen - insbesondere die kommunale Ebene - nur begrenzte Möglichkeiten, die Entwicklung von Handel und Gewerbe zu beeinflussen. Wir haben unsere Möglichkeiten genutzt und durch positive Rahmenbedingungen die unternehmerischen Aktivitäten in Wettringen gefördert durch:
* Günstige Gemeindesteuersätze
* Preiswerte Gewerbegrundstücke
* Intensive Kontakte zu den Gewerbetreibenden, bzw. deren Organisatio 
nen (Werbegemeinschaft, Kammern, Wirtschaftsvereinigung)
* Vorausschauende Planungshilfen (Danneberg-Gutachten)
* Analyse der Meinung von den Betrieben im Gewerbegebiet)
* Ermutigung und Hilfestellung bei der Realisierung von Investitionen
* Unbürokratische und schnelle Hilfen, wo es möglich war
* Neue Orientierungstafeln im Gewerbegebiet / Links im Internet
* Aktive Interessenswahrnehmung gegenüber Großprojekten im Umkreis von Wettringen (Steinfurter Tor, FOC Ochtrup)
* Verlässliche und kurzfristige Entscheidungen durch Politik und Verwaltung

In den letzten Jahren konnten in unserem Gewerbegebiet die Firmen Feemers (Tiefbau), Shirt Fashion (Kinderkleidung), Holthenrich (Tiefbau) Woltering (Hochbau), Schnieders-Brinner (Holz), Elektro-Brinner und Groer (Auto) angesiedelt werden. Mehrere Betriebe haben erweitert (Sinus-Rohrverteiler, Gerling, Hegemann, Solar-Diamant hat seine Produktion ohne Erweiterung nahezu verdoppelt, die Gebäude der insolventen Landmaschinenfirma Krümpel werden wieder gewerblich genutzt, dem Autohaus Heemann konnten wir Erweiterungsmöglichkeiten in hervorragender Lage bieten, das ehemalige Kesselhaus der Fa. Kümpers ist durch private Initiative hervorragend restauriert worden. Dort sind zur Zeit fast 20 Personen gewerblich beschäftigt.

Die Arbeitslosenquote in Wettringen liegt mit 7,9% unter dem Durchschnitt des Landes und Bundes, ist aber dennoch zu hoch.

Letztlich ist es für alle Betriebe und wirtschaftlich handelnde Personen in einer Gemeinde von Bedeutung, ob wirtschaftliches Denken und Tun durch die Repräsentanten der Gemeinde auch glaubwürdig umgesetzt wird, ob Eigeninitiative gefördert und durch Effektivität und Sparsamkeit die Abgabenlast so gering wie möglich gehalten wird. In diesen Punkten nehmen wir gerne den Vergleich mit jeder anderen Kommune auf.


3. Schaffung neuer Wohnbaugebiete

Wir sind eine natürlich wachsende Gemeinde. In Wettringen werden überdurchschnittlich viele Kinder geboren (2003: 13,7 pro 1000 Einw.). Junge Menschen müssen die Möglichkeit haben, auch hier zu bauen und zu wohnen, wenn es beruflich möglich ist. Seit vielen Jahren gehört Wettringen bei den voll erschlossenen Baugrundstücken zu den preisgünstigsten Kommunen im Münsterland. Während wir im Baugebiet "Schottweg" den Quadratmeter noch für unter 100 DM veräußern konnten, liegen wir jetzt und sicherlich auch in den nächsten Jahren bei einem Preisniveau von 45 - 70 €. Zusammen mit Ludger Wiecher ist es mir gelungen, in den vergangenen 4 Jahren immer eine ausreichende Zahl an preisgünstigen Baugrundstücken anbieten zu können und wir haben mit dem Neubaugebiet Bischoff voraussichtlich bis 2008 genügend Bauplätze in attraktiver Lage anzubieten. 
Die Baugebiete "Kümpers", "Mesterkamp", "Teupe" und "Mühlenstiege" führen zu einer gewünschten Verdichtung im Ortsbereich und sind städtebaulich eine Bereicherung für unser Dorf! 
Dies ist die beste Sozialpolitik für Familien und ermöglicht es dem "Normalverdiener" in Wettringen ein freistehendes Einfamilienhaus in einer Qualität zu bauen, die in den meisten Regionen Deutschlands nur den höheren Einkommensgruppen vorbehalten ist. In den Jahren 2000 bis Ende 2003 wurden 107 Baugrundstücke über die Gemeinde veräußert und fast alle werden bis 2005 bebaut sein. In der Zeit von 1993 bis einschl. 2003 sind insgesamt 287 Baugrundstücke über die Gemeinde erschlossen und verkauft worden.Trotz kleiner Besetzung im Rathaus haben wir die Erschließung und den Verkauf von Bauland nicht auf Bauträgergesellschaften übertragen, wie es viele Gemeinden tun. Die damit verbundenen Mehrkosten für die Bauherren von sicherlich 10- 20 € pro qm konnten wir diesen ersparen. Wir werden diesen erfolgreichen Weg auch in Zukunft weiter gehen. 


4. Kommunale Politik für Kinder und Familien

Seit rund 20 Jahren werden durchschnittlich rund 100 Kinder pro Jahr in Wettringen geboren. Hier leben noch zahlreiche Familien mit mehreren Kindern. Wir gehören damit zu den Gemeinden, in der noch ein erfreulich hoher Anteil junger Menschen wohnt. Unsere Aufgabe ist es, genügend Arbeitsplätze, eine gute Infrastruktur, ein ausreichendes Betreuungs- und Schulangebot, bzw. sinnvolle Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für Kinder- und Jugendliche vorzuhalten und bezahlbare Baugrundstücke den Familien anzubieten, die hier wohnen möchten. 
Die von mir 1997 gegründeten Spielgruppen in der Villa Kunterbunt leisten hervorragende Arbeit und bieten inzwischen mit 3 Gruppen fast 40 Kindern im Alter von 3-4 Jahren eine alternative Möglichkeit zum Kindergarten im ersten Betreuungsjahr. Die Anzahl der Kindergartenplätze konnten wir mit einer weiteren Gruppe im DRK-Kindergarten von 250 auf 275 Plätze steigern. Die Betriebskosten der Kindergärten, die vorwiegend aus kommunalen Mitteln gezahlt werden, liegen bei rund 1 Mio € pro Jahr. Die Gemeinde zahlt auf freiwilliger Basis seit vielen Jahren Fahrtkostenzuschüsse für die Eltern der Kinder aus den Bauernschaften.
Grund- und Hauptschule sind in Wettringen gut ausgestattet, die Gebäude sind in einem guten Zustand. Das von mir im Jahr 1998 eingerichtete Betreuungsangebot von 8 - 13.30 Uhr läuft hervorragend und wird gut angenommen. Weitergehende Betreuungsangebote können dann eingerichtet werden, wenn ein entsprechender Bedarf vorhanden ist. Ich bedaure sehr, dass die Landesregierung im nächsten Jahr die Schulkindergärten abschaffen will, die bisher für viele Kinder mit gewissen Entwicklungsverzögerungen den Start in die Schullaufbahn erleichtert hat. 

Nur wenige Gemeinden in unserem Land werden ein so schulnahes und großzügiges Angebot an Sportmöglichkeiten für unsere Schulkinder vorhalten. Die Schwimmhalle ermöglicht es, dass die Schüler in fast allen Jahrgangsstufen wöchentlich eine Schwimmstunde bekommen mit von der Gemeinde bezahlter Begleitung durch einen Schwimmmeister. Zwei Sporthallen und mehrere Sportplätze bieten die Voraussetzung, dass alle Schulkinder im Sommer und Winter die drei vorgesehenen Sportstunden nutzen können. Die Gemeinde investiert jedes Jahr fast 200.000 € in die Unterhaltung der Sportanlagen einschließlich der Schwimmhalle. Durch unseren sehr aktiven Sportverein mit seinen vielen ehrenamtlichen Trainern wird gerade für die Kinder und Jugendlichen in Wettringen viel getan. 
Wir haben etwa 25 bis 30 Kinderspielplätze in unserer Gemeinde. Durch aktive Elterninitiativen konnten neue Spielplätze im Baugebiet "Schottweg", im Baugebiet "Meesterkamp" und im Baugebiet "Kümpers" angelegt werden. Obwohl es schwierig war, haben wir erreichen können, dass in diesem Jahr zwei neue Bolzplätze im Bereich "Laukamp" und am "Bahndamm" für Kinder und Jugendliche zur Verfügung stehen werden. Durch den neu ausgebauten Fuß- und Radweg am Poggenbach und die in Kürze dort zu errichtende Holzbrücke über den Poggenbach ist dieser neue Bolzplatz besonders gut erreichbar. 

Durch unsere Zuschüsse zur Musikschule, zu den Büchereien und an den Kulturring können entsprechende musische und kulturelle Angebote für unsere jungen Menschen vorgehalten werden. 

Über den Ortsjugendring, durch einen jährlichen Festzuschuss an die Kath. Kirchengemeinde für das JUZI und durch einen nicht unerheblichen Personalkostenzuschuss für eine sozialpädagogische Fachkraft unterstützt die Gemeinde die offene Jugendarbeit. Durch enge Zusammenarbeit mit Kirche, Jugendamt, Polizei und ehrenamtlich tätigen Kräfte bemühen wir uns um aktiven Jugendschutz und Hilfestellung für Problemfamilien.
Seit Jahren geben wir aus Gemeindemitteln Zuschüsse für Abwassergebühren an Familien mit geringem Einkommen und stellen kostenlos Müllsäcke an Familien mit Kleinkindern und pflegebedürftige Angehörige zur Verfügung. 


5. Ortskern, Einzelhandel und städtebauliche Entwicklung

Die mit der CDU vor rund 20 Jahren getroffene Grundsatzentscheidung, den Ortskern zu entwickeln und die planerischen Voraussetzungen für neue, attraktive Einzelhandelsgeschäfte in Wettringen zu schaffen war richtig und hat entscheidend zu einer positiven Entwicklung des Einzelhandels und zu einer höheren Kaufkraftbindung in Wettringen beigetragen. Tüchtige Einzelhändler und mutige Investoren haben die von der Gemeinde geschaffenen Rahmenbedingungen genutzt und zu einem guten Angebot in der Grundversorgung und bei den Dienstleistungen beigetragen. Das großzügige Parkplatzangebot ohne Parkgebühren, kurze Wege zu den verschiedenen Geschäften, leistungsfähige und servicefreundlich geführte Einzelhandelsbetriebe, Cafés und Gaststätten, eine aktive Werbegemeinschaft und die erfolgreiche Arbeit des Verkehrsvereins haben zu einem positiven Image unserer Gemeinde erheblich beigetragen und sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass die Menschen sich hier wohl fühlen. 
Durch Initiative der Verwaltung wurde im Jahr 2002 ein neues Einzelhandelsgutachten durch Dr. Danneberg erstellt, von dem einige neue Impulse für sinnvolle Veränderungen in unserem Ortskern ausgegangen sind. Ich hoffe sehr, dass in diesem Jahr das neue Geschäftsgebäude Öhmann an der Ecke Burgsteinf. Str. / Unter den Linden gebaut wird und das Grundstück mit dem Steinschen Saal durch eine Wettringer Investorengruppe ebenfalls neu bebaut wird. Beim Vorhaben Öhmann haben wir die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen, für das ehemalige Grundstück Stein werden wir diese noch in den nächsten Wochen schaffen. Leider ist es uns bisher nicht gelungen, den Schandfleck an der Ecke Burgsteinfurter Straße / Laukamp zu beseitigen. 
Wir haben rechtzeitig und nachdrücklich unsere Bedenken gegen das großflächige Einzelhandelsprojekt "Steinfurter Tor" mit einer geplanten Verkaufsfläche von rund 17.500 qm vorgetragen und energisch gegenüber der Stadt Steinfurt und der Bezirksregierung vertreten. Ein solcher Einkaufsmarkt würde die Entwicklung in allen benachbarten Gemeinden erheblich beeinträchtigen und die ortsnahe Grundversorgung auf Dauer deutlich erschweren. Die weiter steigende Angebotspalette und der harte Wettbewerb besonders bei den Lebensmittelmärkten erfordert noch größere Verkaufsflächen, die bei mindestens 1000 qm für jeden Markt in Zukunft liegen werden. Diese Entwicklung beschäftigt uns aktuell und erfordert kluges Handeln zusammen mit den Eigentümern und Betreibern der Märkte. Durch die konsequente Verhinderung von Einkaufsmärkten außerhalb des Ortskernes und durch Konzentration der Geschäfte in der Ortsmitte konnten wir den Einzelhandel insgesamt stärken und weitgehend Leerstände vermeiden. 
Trotz des anhaltenden Geburtenüberschusses müssen auch wir uns auf die Zunahme des Anteils älterer Menschen in unserer Gemeinde einstellen. Das vor 1999 gebaute Alten- und Pflegeheim des Caritasverbandes (ist an der richtigen Stelle mitten im Ortskern gebaut worden und findet guten Zuspruch. Wir unterstützen z.Zt. Investoren, die in zentraler Lage Wohnungen besonders für ältere Menschen bauen wollen. Auch gerade für die älteren Menschen ist es wichtig, mit kurzen Wegen Geschäfte, Ärzte, Apotheken und öffentliche Einrichtungen erreichen zu können. Wir sind auch hier auf gutem Wege, dem demographischen Wandel in unserer Gemeinde Rechnung zu tragen.


6. Freizeitangebote nicht nur für junge Menschen
Durch mein Studium, durch meine Berufserfahrung in verschiedenen Schulformen und durch meine 20-jährige Mitarbeit im Jugendhilfeausschuss des Kreises weiß ich um die Bedeutung der Erziehung, Ausbildung und sinnvollen Freizeitgestaltung für Kinder und junge Menschen. Die vielfältigen Angebote passiver Unterhaltung (Fernsehen, PC, Video etc) führen immer häufiger zu Bewegungsarmut und Zeitvergeudung. 
Deshalb ist es wichtig, dass genügend Angebote an Spielplätzen, für sportliche und musische Ertüchtigung und gemeinschaftlicher Erfahrung in Gruppen und Vereinen vorhanden ist. 
Für unsere kleine Gemeinde haben wir mit unserem Hallenbad, welches wir in diesem Jahr mit rund 650.000 € sanieren ein ortsnahes Angebot für jung und alt. Zwei Sporthallen, 4 Sportplätze und zwei Tennisplätze stehen den zahlreichen Mannschaften für Trainings- und Meisterschaftsspiele zur Verfügung. Die Gemeinde hat im Haushalt seit drei Jahren 100.000 € zum Ausbau der Sportanlagen zusätzlich zur Verfügung gestellt. Erste Maßnahmen werden vielleicht noch in diesem Jahr umgesetzt. 
Die Zuschüsse an den Sportverein, den Ortsjugendring und an die verschiedenen Vereine in unserer Gemeinde haben wir in den vergangenen 4 Jahren nicht gekürzt, sondern in einigen Fällen sogar ein wenig anheben können. Am neuen Umkleidegebäude von Westfalia Bilk hat sich die Gemeinde mit einem angemessenen Betrag ebenso beteiligt wie an der neuen Reitanlage auf dem Gelände Pröbsting.
Mehr als der finanzielle Beitrag der Gemeinde zählt die breite und vorbildliche ehrenamtliche Arbeit in vielen Vereinen, in den Kindergärten, Schulen und Kirchengemeinden. Ich habe in meiner Zeit als Bürgermeister viele Gelegenheiten genutzt, diese Arbeit zu unterstützen und konnte in manchen Einzelfällen unkompliziert und schnell Hilfe leisten. Ich werde auch weiterhin alles tun, damit dieses Engagement in den Vereinen und Gruppen fortgeführt wird. 


7. Investition in die Zukunft: Campingplatz und Regionale

Wir haben neben vielen anderen Aufgaben trotz kleiner Besetzung in der Verwaltung eine große neue Herausforderung im Naherholungsgebiet "Haddorfer Seen" fast bewältigt. Durch einen neuen Betreibervertrag auf dem Campingplatz wurden neue Impulse gesetzt, ein attraktives und funktionsgerechtes Eingangsgebäude mit Bistro geschaffen, die Einfahrt neu gestaltet, das Sanitärgebäude II komplett saniert und hochwertig ausgestattet. Wir haben den Spielplatz auf dem Campingplatz neu gestaltet und sind dabei, noch in diesem Jahr das Sanitärgebäude I teilweise zu sanieren. Die Plätze für Durchgangscamper werden durch neue Versorgungssäulen noch attraktiver, wir werden etwa 12-14 neue Dauerstellplätze im nördlichen Bereich schaffen und werden durch angemessene Erhöhung der Gebühren die Refinanzierung der Aufwendungen für die nächsten 12 - 15 Jahre gesichert. 
Zusammen mit der Gemeinde Neuenkirchen ist es uns mit viel Anstrengung und hartnäckigem Drängen gelungen, das Projekt "Der Sprung über die Kiesbank" im Rahmen der Regionale 2004 zu verwirklichen. Mit 70% Landeszuschuss können wir nun das Gebiet um das bisherige Natrufreibad neu gestalten. Schon jetzt kann man erkennen, dass die Öffnung des Geländes, die Neuordnung der Vegetation, die neue Eingangsallee, die großzügigen Achsen, die Ausdehnung des Strandbereiches, die neue Spiellandschaft, der Kiosk nahe am See, die Radlerhütten und die Zeltplätze im Kiefernhain eine neue Qualität und mehr Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in Haddorf schaffen. Es entsteht zusammen mit dem Projekt in Offlum ein regional bedeutsames Naherholungsgebiet, von denen nicht nur die Menschen in Wettringen profitieren. Zusammen mit unserem schönen Ortskern, dem Gewerbe- und Industriegebiet, den schönen Bauernschaften und Landschaftsschutzgebieten wird das Gelände am Haddorfer See die Attraktivität unserer Gemeinde steigern, die Wirtschaftskraft stärken und den Tourismus beleben. Bei einer Gesamtinvestition von rund 1,25 Mio € im Teilprojekt Wettringen wird unser Eigenanteil bei rund 380.000 € liegen. Dies können wir uns angesichts einer soliden Finanzlage leisten, zumal wir den Wert unserer Freizeitanlage deutlich steigern und sowieso notwendige Modernisierungsmaßnahmen in den nächsten Jahren damit erledigt haben. 


8. Umwelt, Abwasser und Energie 

Wettringen ist umgeben von der schönen münsterländischen Parklandschaft. Egal wo jemand wohnt, er kann innerhalb von 5 Minuten fußläufig die freie Natur erreichen. Es ist uns gelungen eine Grünzone im Ortskernbereich vom Altenwohnheim über "Pastors Wäldchen" an der Steinfurter Aa entlang bis zum Marienheim und Poggenbach zu erhalten. Mein Programm "300 zusätzliche Bäume für Wettringen" ist in den Jahren 2000 bis 2003 erfolgreich umgesetzt worden. Die Landwirtschaft trägt wesentlich zur Erhaltung und Pflege der Landschaft in unserer Gemeinde bei. Durch die von uns geschaffenen Ausgleichsflächen, bzw. Wiederaufforstungen sind Eingriffe in Natur und Landschaft vollständig ausgeglichen worden. Wir betreiben in Wettringen keine ideologisierte "Öko-Politik" sondern bemühen uns in christlicher Verantwortung um die Bewahrung der Schöpfung und die Erhaltung von Freiraum und Natur auch für die nachfolgenden Generationen!
Auch aus diesem Grunde haben wir in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen zu einer geordneten Abwassersammlung und -klärung getätigt. Neben dem Ausbau und der technischen Ausrüstung der Gemeinschaftskläranlage, an der wir finanziell mit rund 1,1 Mio € beteiligt waren, haben wir große und schwierige Sanierungsmaßnahmen im Bereich der B70 Kirchstraße, zur Erneuerung der "Alten Donau" im Bereich Meiering-Bergstraße und die Sanierung des Mischwasserkanals in der Bergstraße / Bahnhofsstraße durchgeführt, bzw. in Vorbereitung. Zusammen mit den Erschließungsmaßnahmen in den neuen Baugebieten haben wir einschließlich der Mittel für die Kläranlage in den Jahren 2000-2003 fast 3 Mio € in Abwasseranlagen investiert. Da wir jedes Jahr eine Reihe von Sanierungsmaßnahmen durchführen, haben wir keinen Unterhaltungsrückstand und haben das Abwasserbeseitigungskonzept weitgehend umgesetzt. Die Trennung von Schmutzwasser- und Regenwassergebühr haben wir wegen des damit verbundenen Aufwandes ungern, aber im Jahre 2002 aufgrund der rechtlichen Erfordernisse erstmals angewandt. Die Abwassergebühr musste 2002 angehoben werden, liegt aber trotz der Weitläufigkeit unseres Kanalnetzes auf einem akzeptablen Niveau. 
Wir haben ein großes Interesse, durch wirtschaftlich vertretbare Energieeinsparmaßnahmen die Kosten im Griff zu halten und die damit verbundene Belastung der Umwelt weiter zu reduzieren. Die Priorität unserer Maßnahmen in den letzten Jahren lag vor allem in der Erneuerung von Fenstern (z.B. Schulzentrum), der Erneuerung der Verteilungsanlage im Schulzentrum, der Erneuerung der Kesselanlage im Schulzentrum und im Umkleidegebäude, sowie der Moderniserung der kompletten Beleuchtungsanlage in den Schulen, im Rathaus, in der Schwimmhalle, im Sanitärgebäude II und teilweise bei der Erneuerung bzw. Ergänzung der Straßenbeleuchtung. Seit vielen Jahren haben wir Solaranlagen auf den Sanitärgebäuden auf dem Campingplatz in Betrieb und seit dem letzten Jahr auch eine Fotovoltaikanlage auf dem Rathaus.
Die CDU hat sich richtigerweise gegen den Antrag von UWG und SPD im Rat ausgesprochen, in Ergänzung von Fördermitteln des Landes oder Bundes auch mit Geld der Gemeinde private Anlagen alternativer Energie zu subventionieren. Dies ist sowohl grundsätzlich falsch, begünstigt nur einige wenige, die auch ohne einen solchen Zuschuss eine entsprechende Anlage kaufen (Mitnahmeeffekt) und weckt nur weitere Begehrlichkeiten. Wir investieren dieses Geld lieber in Energiesparmaßnahmen gemeindeeigener Gebäude. Hier haben wir in den nächsten Jahren noch viel zu tun.
Durch den von unserem Umweltamt jährlich neu erstellten Umweltkalender geben wir wichtige Anregungen zum umweltfreundlichen Verhalten an unsere Bürger weiter und wir informieren umfassend auf die Abholtermine für die verschiedenen Abfallarten. Das Entsorgungssystem in unserer Gemeinde hat sich bewährt, ist effektiv und vergleichsweise kostengünstig. Wir konnten die Müllgebühren in den vergangenen 4 Jahren zweimal senken und liegen nun etwa 16% unter den Gebühren von 1999, ohne Einschränkungen bei den Leistungen. Würde Frau Höhn dem Kreis Steinfurt gestatten, die TASI-gerecht ausgebaute Abfalldeponie in Altenberge bis Mitte 2005 zu verfüllen, können Kostensteigerungen im Abfallbereich in den nächsten Jahren voraussichtlich vermieden werden.


9. Bürgernahe und leistungsfähige Verwaltung

Wir haben in den vergangenen 4 Jahren das Rathaus von innen mit geringem finanziellem Aufwand modernisiert, die EDV erweitert, vernetzt und durch zusätzliche Software die Leistungsfähigkeit steigern können. Besonders erwähnen möchte ich, dass trotz enger Personalbesetzung im Bauverwaltungsamt seit einiger Zeit eigenständig Bebauungspläne erstellt, verändert und graphisch in verschiedenen Maßstäben ausgedruckt werden können. Gewünschte Veränderungen können schnell und kostengünstig umgesetzt werden. Wir verfügen inzwischen über einen Qualitätsstand, der vor einigen Jahren nur in größeren Städten vorgehalten werden konnte. Auf jedem Arbeitsplatz ist inzwischen ein PC mit Internetanschlussmöglichkeit installiert. Kostengünstig wurde mit eigenem Personal eine Homepage erstellt, die seit 2000 immer wieder ergänzt und optimiert wird. Veröffentlichungen, Info-Flyer und Prospekte werden ohne Kosten für Werbeagenturen weitgehend in der Verwaltung selbst vorbereitet. Mit weniger Personal muss heute genauso viel, teilweise noch mehr als früher geleistet werden. Ich kenne keine andere Gemeinde unserer Größenordnung, die weniger Personal beschäftigt und ähnlich großzügige Öffnungszeiten hat, wie die Wettringer Gemeindeverwaltung. Dies ist nur möglich, weil seit vielen Jahren erfolgreich an der Steigerung der Effektivität gearbeitet wurde, die Bediensteten der Gemeinde hoch motiviert sind, unbürokratisches Handeln und bürgerfreundlicher Service als ein Grundsatz täglich praktiziert, Selbstbeschäftigung vermieden und ein unkomplizierter Umgang miteinander gepflegt wird. Andere reden über "schlanke Verwaltung", wir praktizieren sie seit Jahren! Wir verfügen über einen leistungsfähigen Bauhof, engagierte Hausmeister und Schulsekretärin im Schulzentrum und eine gute Mannschaft im Hallenbad. Ich werde mich weiterhin darum bemühen, dass dies so bleibt. Wir werden jedoch nicht mit diesem Tempo ständig in der "Höchstform" weitermachen können. Dies halten weder meine Mitarbeiter/-innen noch ich selbst aus. 


10. Solide Finanzpolitik, niedrige Steuern und Gebühren

Gestaltungsmöglichkeiten hat man in der Politik nur dann, wenn man sich den finanziellen Spielraum erhält, langfristig denkt und nicht jeden Wunsch sofort erfüllt. Unverzichtbare Grundsätze einer soliden Finanzpolitik sind kostenbewusstes Handeln, Vermeidung unnötiger Ausgaben, Vermeidung von Verwaltungsaufwand, Begrenzung der laufenden Unterhaltungskosten und die Aufnahme von Krediten nur für langfristig nutzbare Investitionen, die für die Entwicklung der Gemeinde sinnvoll sind. Diese Grundsätze werden im Konsens zwischen Rat und Verwaltung seit Jahrzehnten beachtet und vor allem durch unseren Kämmerer Franz-Josef Reckels konsequent umgesetzt. Nur deshalb sind wir auch in Zeiten schwacher Konjunktur, nachlassender Steuereinnahmen und zurückgehender Landeszuweisungen in der Lage, unseren Haushalt trotz erheblicher Investitionen auszugleichen. Unsere aktuelle Verschuldung liegt etwa auf einem Niveau, welches wir vor etwa 20 Jahren hatten. Mit rund 2,4 Mio € (ca. 310 € pro Kopf) Verschuldung und Zinskosten von nur 1,4% der Ausgaben des Verwaltungshaushaltes gehören wir zu den Kommunen im Land NRW, die noch "gesund" sind. Bedenkt man, dass wir mindestens in Höhe unserer Verschuldung über veräußerbares Immobilienvermögen verfügen und die für die Abwasserbeseitigung angerechneten Kredite höher sind als die Gesamtverschuldung der Gemeinde, dann können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken, auch wenn wir wissen, dass wir ab diesem Jahr aufgrund der großen Projekte (Schwimmhalle, Regionale 2004, Campingplatz, Baulanderschließung, Kanalsanierung) neue Kredite aufnehmen müssen und die Verschuldung in den nächsten Jahren ansteigen wird. Wir sollten auch nicht vergessen, dass die Gemeinde Wettringen zur Errichtung der Altenwohnanlage einschließlich des Grundstückes fast 3 Mio DM als Zuschuss an den Caritasverband gegeben hat. Sie werden keine Gemeinde unserer Größenordnung finden, die sich in dieser Höhe an einem solchen Projekt beteiligt hat. Sorgen bereiten uns nicht die durch uns selbst veranlassten und notwendigen Ausgaben, sondern die Ungewissheit der Landes- und Bundespolitik, insbesondere in ihren Auswirkungen auf die kommunalen Finanzen. Ich kann z. Zt. nicht erkennen wann und wie es zu einer für die Kommunen deutlichen Verbesserung der Gemeindefinanzierung kommen wird.
Ein weiterer Grundsatz unserer Finanzpolitik heißt: Den Bürgern so wenig wie möglich durch Steuern und Gebühren abnehmen. Das Geld soll bei den Bürgern bleiben! Wir haben inzwischen die niedrigsten Gemeindesteuerhebesätze weit und breit, obwohl uns das Land durch den fiktiven Hebesatz dafür bestraft. Auch bei den Gebühren liegen wir vergleichsweise gut. Gegenüber manch anderer Gemeinde zahlen unsere Haushalte etwa 300 € weniger pro Jahr. Das ist sozial, familienfreundlich und ordnungspolitisch richtig! Unser Slogan von 1999 "Damit Wettringen Spitze bleibt" haben wir nicht nur in diesem Bereich konkret umgesetzt. 


11. Lebensqualität durch lebendige Dorfgemeinschaft 

Mindestens genauso wichtig wie eine gute Infrastruktur, solide Finanzen und gute Standortbedingungen ist eine lebendige Dorfgemeinschaft mit vielen aktiven Vereinen, mit der Bereitschaft der Menschen zum ehrenamtlichen Engagement, vielfältige Kultur- und Freizeitangebote, Feste und Events, die das Zusammengehörigkeitsgefühl festigen und Gastfreundschaft fördern. In guter Zusammenarbeit mit Verkehrsverein, Werbegemeinschaft, Kulturring, Ortsjugendring mit den Kirchengemeinden und den Vorsitzenden der Vereine finden jedes Jahr zahlreiche Ereignisse in Wettringen statt, die nicht nur Zuspruch im eigenen Dorf, sondern auch bei vielen auswärtigen Gästen finden. Mit dem "Plattdeutschen Herbst" haben wir uns erfolgreich bei der Landesinitiative "Ab in die Mitte" eingebracht und viel Begeisterung für die Pflege der plattdeutschen Sprache und ländlichen Brauchtums geweckt. Dank vielfältiger - auch privater - Initiative hat der Tourismus in unserer Gemeinde erkennbar zugenommen. Besonders in den Sommermonaten ist unser Ort ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende, Ausflügler und Menschen, welche sich von der dörflichen Struktur, den gut geführten Einzelhandelsgeschäften, den ansprechenden Cafés und Restaurants, von sportlichen Ereignissen und nicht zuletzt von den Aktionstagen in unserem Heimathaus angezogen fühlen. Ich bemühe mich, möglichst bei allen Festen und besonderen Ereignissen der Vereine dabei zu sein, um diese Aktivitäten zu unterstützen und denen, die mit guten Ideen und viel Engagement alles vorbereiten meine Anerkennung zu zeigen. Allein in den vergangenen 4 Jahren habe ich an 25 Schützenfesten und einem Dutzend Karnevalsveranstaltungen teilgenommen. 
Viele aktive Mitglieder der CDU engagieren sich an verantwortlicher Stelle in den Vereinen und Institutionen unserer Gemeinde. Dies zeigt: Wir sind nahe bei den Menschen und wir stehen mitten im Leben unserer Gemeinde! 


12. Zusammenarbeit mit anderen - Einsatz für die Region

Bereits seit mehr als 30 Jahren bin ich vor allem kommunalpoltisch aktiv. Bereits in jungen Jahren konnte ich durch meine Mitarbeit im Kreisvorstand der Jungen Union Kontakte zu politischen Entscheidungsträgern in anderen Städten und Gemeinden und zum Kreis knüpfen. Durch zwanzigjährige Mitgliedschaft im Kreistag und meinen Aufgaben als Fraktionsvorsitzender sowie durch meine Mitgliedschaft seit 1989 im Bezirksplanungsrat / Regionalrat habe ich besonders in den vergangenen 10 Jahren einen guten Kontakt zu vielen Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft im ganzen Münsterland knüpfen können. Dazu kommen Verbindungen zu zahlreichen Abgeordneten im Landtag, Bundestag und Europäischen Parlament, übrigens nicht nur bei der CDU. Besonders wichtig ist mir die gute Zusammenarbeit mit meinen Bürgermeisterkollegen in den Nachbargemeinden, auch jenseits der Grenze zu Niedersachsen. Dass ich mit dem Bürgermeister der Gemeinde Neuenkirchen, Wolfang Hüppe eine intensive freundschaftliche Zusammenarbeit pflege liegt nicht nur an der Kooperation bei der Gemeinschaftskläranlage, in Musikschule und Volkshochschule, bei der Regionale 2004 und den Bädern sondern in der Überzeugung, dass wir im guten Miteinander für die Menschen in beiden Gemeinden so mehr erreichen können.
Meine Mitarbeit in der Kommunalpoltischen Vereinigung auf Kreis- und Bezirksebene, im Finanzausschuss des Städte- und Gemeindebundes, in den CDU-Vorständen auf Gemeinde- Kreis- und Münsterlandebene, in den Gremien der Sparkasse, im Vorstand der "Aktion Münsterland" und der Stiftung "St. Josefshaus" bereichern ebenfalls meine Arbeit als Bürgermeister, bewahren mich vor dem Gefühl von Langeweile und sind für die Wahrnehmung der Interessen unserer Gemeinde nicht zum Nachteil.
Sie tragen auch dazu bei, dass die Entwicklung unserer Gemeinde im ganzen Münsterland und darüber hinaus mit besonderem Interesse verfolgt wird. Ohne ein Netzwerk von guten Kontakten zu wichtigen Entscheidungsträgern ist es wesentlich schwieriger, manches wichtige Ziel zu erreichen. Den Ratsmitgliedern und den Bediensteten in der Verwaltung danke ich für ihr Verständnis, dass ich wegen meiner Funktionen oft einen engen Terminplan habe und gelegentlich Sitzungstermine ein wenig verschieben musste.


Zusammenfassung

Aus meiner Sicht war die Arbeit der vergangenen Jahre erfolgreich! Die Gründe für alles, was wir erreichen konnten liegen sicherlich auch in folgenden Punkten begründet:

Die Ausgangslage 1999 war gut, aufgrund der langjährig guten Politik, die in der Verantwortung der CDU für Wettringen gemacht worden ist. Mit Rolf Cyprian und Johannes Schoo an der Spitze ist mit guter Unterstützung der Bevölkerung durch Rat und Verwaltung eine solide Basis für die Zukunft geschaffen worden.

Die CDU ist in Wettringen inhaltlich, organisatorisch und personell gut aufgestellt. Mit Heinz Herwing als Fraktionsvorsitzenden und Mathias Krümpel, bzw. Johannes Ehling als Ortsvorsitzende haben wir sehr qualifizierte, integrierende und angesehene Persönlichkeiten an der Spitze unserer Partei. Diese haben zusammen mit den Fraktionsmitgliedern und Vorstandsmitgliedern meine Arbeit sehr unterstützt, die Geschlossenheit und Verlässlichkeit der CDU in Wettringen maßgeblich geprägt und auch schwierige, aber notwendige Entscheidungen mitgetragen und dabei langfristige Ziele verfolgt. Die CDU hat ihre Mehrheit im Rat verantwortungsvoll genutzt, diese nie missbraucht und sich um ein gutes Miteinander mit den anderen Fraktionen bemüht. Die Zusammenarbeit war und ist außerordentlich konstruktiv und macht mir große Freude. Herzlichen Dank allen in der CDU für die großartige Unterstützung!

Ohne die gute Zu- und Mitarbeit der Bediensteten im Rathaus hätten wir vieles nicht erreichen können. Trotz der engen Personaldecke ist es durch den engagierten und qualifizierten Einsatz meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelungen sehr arbeitsintensive Projekte mit gutem Erfolg zu verwirklichen. Ich freue mich, dass diese Arbeit von vielen in der Bevölkerung ebenfalls positiv empfunden wird. Wir stellen uns gern im Rathaus, in der Schule, in der Schwimmhalle und im Bauhof jedem Vergleich mit anderen Gemeinden in der Qualität und Bürgerfreundlichkeit unserer Arbeit. Besonders danke ich F.J. Reckels und Ludger Wiecher für ihre guten Ideen und Ratschläge und die stets verlässliche Arbeit, die sie in unserem Leitungsteam im Rathaus leisten.

Vieles konnte nur deshalb gut gelingen, weil wir in Wettringen mutige und tüchtige Menschen haben, die ein Unternehmen aufgebaut haben, ein Geschäft gut führen, hier am Ort ihr Kapital investieren, durch eine gute Architektur städtebauliche Verbesserungen ermöglicht haben oder die sich in den Vereinen, Einrichtungen und Institutionen einbringen, insbesondere auch im sozialen Bereich. Nicht ich allein, sondern wir alle zusammen haben durch die gemeinsame Arbeit manches für die gute Entwicklung unserer Gemeinde erreichen können.

Danken möchte ich auch den Fraktionen von SPD und UWG, die vielen meiner Vorschläge im Rat zugestimmt haben, mit denen ich trotz unterschiedlicher Beurteilung in manchen Sachfragen persönlich gut zusammenarbeiten konnte. Wir haben ein gutes Klima im Rat und setzen unsere ganze Kraft dafür ein, gute Politik für die Menschen in unserer Gemeinde zu machen. Die Menschen wollen kein Geschwätz oder gegenseitige Beschimpfung sondern die Lösung von Problemen und die Gestaltung der Zukunft unserer Gemeinde.

"Man kann nicht in die Zukunft schauen. Aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen. Denn Zukunft kann man bauen. (Antoine de Saint-Exupéry)

So gut auch vieles gelungen ist, habe ich es nicht allen recht machen können. Im Interesse einer konsequenten Politik für unsere Gemeinde konnte ich nicht alle Wünsche erfüllen und musste ich auch kontroverse Diskussionen führen. Nicht jeden konnte ich mit meiner Überzeugung und mit meiner Art begeistern.

Aber ich habe in den vergangenen Jahren viel Unterstützung und Zuspruch erfahren, anz besonders durch die Bediensteten der Gemeinde, durch den Rat, durch die Bevölkerung, durch viele Mitstreiter auf Kreis- und Bezirksebene und ganz besonders durch die CDU.

Ich möchte gerne meine Arbeit als Bürgermeister von Wettringen mit einer starken CDU-Fraktion im Rat fortsetzen. Die geschlossene Unterstützung der CDU in der Vergangenheit und der große Vertrauensbeweis der Wählerinnen und Wähler bei der Kommunalwahl 1999 hat mir sehr geholfen, mehr zu erreichen, als wir damals versprochen haben.

Wenn ihr es wollt, bin ich bereit, auch in den nächsten 5 Jahren aktiv, erfolgreich und verlässlich für unsere Gemeinde zu arbeiten!

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