Arbeit am regionalen Konsens
Um den Regionalrat und Delegiertenwahlen
ging es am Dienstagabend bei der Mitlgiederversammlung der
CDU Wettringen. Welche Aufgaben hat eigentlich der
Regionalrat?, wurde Bürgermeister Engelbert Rauen gefragt.
Seine Antwort fiel ausführlich aus, denn Rauen muss es
wissen: Er ist der Vorsitzende des Regionalrates Münster,
dem 25 stimmberechtigte und 20 beratende Mitglieder aus
unterschiedlichen Kommunen angehören. Dass Engelbert Rauen
dort tätig ist und an entscheidender Stelle mitwirken
kann, ist ein Vorteil für uns, meinte der
CDU-Ortsvorsitzende Matthias Krümpel, der in der Gaststätte
Niehues-Winter rund 30 Anwesende zur Mitgliederversammlung
der CDU begrüßte.
Rauen erklärte, dass die Mitglieder des Regionalrates in
der Regel mit langjähriger politischer Erfahrung ausgerüstet
sind, die sie im Gemeinderat, Stadtrat oder Kreistag
gesammelt haben. Damit ist gewährleistet, sagte Rauen,
dass die kommunalen Interessen an die Bezirks- und
Landesregierung vermittelt werden. Zum Beispiel beim
Gebietsentwicklungsplan (GEP), den der Regionalrat
aufstellt, nachdem die Bezirksregierung den GEP zusammen
mit Kommunen, Kammern, Verbänden und anderen Beteiligten
erarbeitet hat. Auch die Eignungsbereiche für
Windkraftanlagen, die in den vergangenen Jahren im Münsterland
ausgewiesen wurden, gehören dazu. Der GEP werde in der
Regel für die Dauer von 15 bis 20 Jahren erstellt. Unter
Vorbehalt von Änderungen.
Aber wir sind nicht nur da, um Gebietsentwicklungspläne
aufzustellen. Der Regionalrat ist auch ein wichtiges
regionales Beratungs- und Empfehlungsorgan, hob Rauen
hervor. Auf der Grundlage von Informationen durch die
Bezirksregierung berate das Gremium über Förderprogramme
des Landes in den Bereichen Städte-, Wohnungs-,
Krankenhaus-, Schul- und Sportstättenbau sowie Verkehr,
Freizeit, Landschaftswege, Wasserwirtschaft,
Abfallbeseitigung, Kultur und Tourismus. Außerdem, so
Rauen, beschließen wir regionale Entwicklungskonzepte und
organisieren die notwendige politische Unterstützung,
damit regionale Projekte gefördert werden. Das geschehe
durch Vorschläge für Förderprogramme und Aufstellung von
Prioritätenlisten.
Seit Neuestem ist der Regionalrat auch befugt, über die
Vorschläge der Region für die
Verkehrsinfrastrukturplanung zu beschließen. Zum Beispiel
über Förderprogramme für den kommunalen Straßen- und
Radwegebau sowie den öffentlichen Personennahverkehr. Und
das bezeichnete Rauen als wichtigste Erweiterung im
Aufgabenspektrum seines Gremiums. So könne der Regionalrat
bei Baumaßnahmen bis zu drei Million Euro die Prioritäten
im Rahmen der zur Verfügung gestellten Landesmittel
festsetzen.
In allen Bereichen sind wir stets bemüht, den regionalen
Konsens herzustellen und die Interessen der Region gegenüber
der Landesregierung zu artikulieren, fasste Rauen die
Intentionen des Regionalrates zusammen.
Auf der Tagesordnung der CDU-Mitgliederversammlung standen
am Dienstag außerdem die Delegiertenwahlen. Bei der
Aufstellung des Landratskandidaten am 23. Januar und bei
der Kreistagskandidatenaufstellung am 8. Mai werden
folgende Delegierte aus Wettringen mitentscheiden: Matthias
Krümpel, Engelbert Rauen, Heinz Herwing und Johannes
Ehling. Ersatzdelegierte sind Norbert Kopper, Rolf Cyprian,
Josef Tietmeyer und Clemens Hüwe.
Quelle: Münstersche Zeitung (Wettringen)- 27.11.2003
zurück...
|